Nothing sweet about me !

Irgendwie ist eine Vorstellungsrunde immer ein schmaler Grad zwischen, „Oh wow, weniger hättest nicht erzählen können.“ und „Okay, wen interessiert jetzt deine ganze Lebensgeschichte?“.
Also probiere ich mal ohne Umschweife auf den Punkt zu kommen.
Wie ihr wahrscheinlich schon an mangelnden Deutschkenntnissen feststellen konnten, komme ich aus dem schönen Ländle.
Oder wie es die, 21 Millionen teure, Werbekampagne aus Baden-Württemberg so schön beschreibt aus, „The Länd“.
Sicherlich sind euch schon ein paar dieser professionell erarbeiteten Plakate an diversen Bushaltestellen aufgefallen. Das Gute daran ist, dass man jetzt endlich was zu lesen hat, während man stundenlang auf den nächsten Bus wartet (gleichzusetzen mit einer Shampooflasche, wenn man das Handy auf dem Klo vergessen hat).
Wie dem auch sei, ich komme aus der Heimat der Spätzle, der Herrgotts Bscheisserle (Maultaschen) und natürlich der Geburtsstätte des Mercedes.
Aber auch für philosophische Werke sind wir Schwaben bekannt !
Jeder in Deutschland kennt sie, Sätze wie :
„Schaffa, schaffa, Häusle baue.“
„Net geschimpft, isch gnug globt!“
„Wer net will, hat ghett!“

 

Ja, die Liste ist lang, jedoch ist mein Favorit, „Vom ausgebbe isch no keiner reich worre!“ und das beschreibt die Mentalität von uns Südländern ziemlich genau! Denn…, wir sind nicht geizig, sondern sparsam !
Am Wichtigsten ist für uns Schwaben das Eigenheim, das Auto und natürlich die Nachtwache am Fenster, um zu beobachten ob „d‘ Klausi“ von nebenan nach dem Dorffest alleine heimkommt. Rapport wird natürlich umgehend jedem erteilt der beim nächsten Einkauf anzutreffen ist.
Ach ja, das Schwabenländle, ein Idyll das Seinesgleichen sucht. Meine Heimat !
Dort im schönen Schwarzwald bin ich aufgewachsen. Schultechnisch war ich jetzt eher Durchschnitt, lernen war nicht so meins. Vielleicht hätte es aber geholfen, wenn man in der Schule zwei, drei Sachen mehr gelernt hätte außer lesen und schreiben, dass einen auf das Leben vorbereitet…z.B.
„Wie mache ich eine Steuererklärung?“
„Wie lege ich mein Geld so an, dass ich vielleicht doch noch eine Chance auf Rente habe?“
„Welche Rechte habe ich, wenn der Polizeibeamte der mich kontrolliert irgendwie keinen guten Tag hat?“ 
„Was ist hochdeutsch und wie wendet man es an, damit man keinen Übersetzer in Hamburg benötigt?“

 

Naja, wie hat es ein weiser Mann mal so schön beschrieben ?
„EGAL!“
Um euch und auch mir diese Farce zu verkürzen, gibt es meinen weiteren Werdegang in Kurzfassung!
Ausbildung in der Gastronomie am Kaiserstuhl, sehr lehrreiche Jahre (überraschender Weise sehr gut abgeschnitten, danke nochmal an alle   Beteiligten).
Anschließend drei kurze Praktika auf Sylt, Italien und Portugal (Gastronomie oder Weingüter).
Danach ging es ein Jahr nach Salzburg, bzw. in die Nähe ! Wunderschönes Schlösschen.
Von da aus ging es zurück ins Ländle, nach Ludwigsburg ( war nicht so meins, minimale Differenzen mit dem Arbeitgeber, passiert).
Dann ging es ab nach Südafrika in ein Hostel (wahnsinnig geile Zeit) und im Anschluss nach Sansibar (die Insel) in ein Hotel eines italienischen Bierbrauers.
Der Einfachheit halber ging es von dort aus zurück in den Lehrbetrieb (Rezeptionstante). Nach 1 1/2 Jahren war Schluss und ich fuhr dann auf gut Glück mit Sack und Pack nach Sylt zum Probearbeiten in ein bekanntes Strandrestaurant. Seit dem bin ich dem Charme der Insel verfallen !
Das war es von mir.
Jippieh-ei-jeh, Schweinebacke !